Geschichte der Hütte








Bereits zur Jahreshauptversammlung 1999 wurde der Beschluss gefasst, eine neue Hütte zu bauen. Die alte war inzwischen stark baufällig, verfügte weder über sanitäre Anlagen noch über einen Wasseranschluss und bot zudem nicht genügend Parkmöglichkeiten. Auch der damals bevorstehende 103. Deutsche Wandertag im Jahr 2003 spielte bei den Überlegungen eine Rolle. Obwohl bereits ein erstes Projekt ausgearbeitet war, scheiterten alle Bemühungen, Fördermittel zu erhalten. Für den Verein war ein solches Vorhaben finanziell nicht allein zu bewältigen, sodass der Plan zunächst wieder beiseitegelegt wurde.
Im Juli 2001 ergab sich plötzlich eine neue Möglichkeit: Vertreter eines regionalen Dienstleistungszentrums boten im Rahmen einer vom Arbeitsamt geförderten Maßnahme – dem Jugendsofortprogramm JUSO Pro – den Bau einer Blockhütte an. Dieses Programm ermöglicht arbeitslosen Jugendlichen, unter Anleitung von Fachkräften an einem praktischen Projekt mitzuarbeiten und ein zweimonatiges Praktikum in verschiedenen Handwerksberufen zu absolvieren – mit dem Ziel einer späteren beruflichen Perspektive. Auf diese Weise entstand durch direkte und indirekte Spenden eine neue Vereins- und Wanderhütte, und zwar in nur 14 Monaten Bauzeit.
Bis dahin waren jedoch zahlreiche Aufgaben zu bewältigen. Zunächst musste eine Firma gefunden werden, die das geeignete, bereits getrocknete Holz bereitstellte und die Umsetzung des Projekts ermöglichte. Anschließend folgten umfangreiche Vorarbeiten: der Bau einer Sammelgrube, Geländeregulierungen mit Trockenmauern, die Schaffung von Stellflächen für Sitzgruppen und PKWs, der Bau einer Grillstelle und vieles mehr. Nach zahlreichen Behördengängen konnte im September 2001 mit dem Bau begonnen werden. Zuerst wurden Rundhölzer geschält und vorgefertigt, bevor die Hütte aufgebaut werden konnte. Ab dem 1. Dezember wurde eine Winterpause eingelegt, bis im März 2002 weitergebaut werden konnte. Die restliche Fertigstellung erfolgte dann relativ zügig, sodass die Hütte bald weit genug errichtet war, um an ihren endgültigen Standort umgesetzt zu werden. Dort wurde sie vor dem Wiederaufbau noch einmal fachgerecht abgebaut. Am 12. Juli konnte schließlich das Richtfest gefeiert werden. In Anerkennung der geleisteten Arbeit verbrachten alle Beteiligten einen geselligen Nachmittag mit einem vielseitigen Speiseangebot.
Bis zur späteren Schlüsselübergabe waren allerdings noch viele weitere Arbeiten nötig. Um das geliehene Holz zu ersetzen, wurden Fäll- und Entlastungsmaßnahmen durchgeführt. Mit Unterstützung eines Revierförsters wurden entsprechende Baumfällungen angewiesen, bei denen Vereinsmitglieder, Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes sowie die örtliche Feuerwehr kräftig mithalfen. Auch in den folgenden Monaten fanden zahlreiche Arbeitseinsätze statt, zu denen engagierte Heimatfreunde unermüdlich beitrugen. Bemerkenswert ist, dass sich auch Nichtmitglieder am Bau der Hütte beteiligten.
Eine Kleinigkeit war im Vorfeld vergessen worden: die Grundsteinlegung. Aufgrund der intensiven Vorbereitungen, zahlreicher Behördengänge und des kurzfristigen Baubeginns hatte niemand daran gedacht. Diese wurde schließlich nachgeholt – kurz bevor das letzte Dielenbrett im Erdgeschoss befestigt wurde.
Am 22. November konnte schließlich die feierliche, symbolische Schlüsselübergabe durch das Dienstleistungszentrum erfolgen. Bis zur endgültigen Einweihung im März 2003 wurden anschließend noch einige Ausbau- und Verschönerungsarbeiten vorgenommen.
Heute wird die Hütte vom Verein wöchentlich genutzt und kann darüber hinaus auch für Veranstaltungen angemietet werden.
Unser großer Dank gilt allen am Bau Beteiligten – insbesondere den Projektgruppen des Jugendprogramms, allen Firmen, Einrichtungen, Unterstützern und Helfern, die den Verein auf vielfältige Weise unterstützt haben.
Hüttenvermietung
Unsere EZV-Hütte kann gemietet werden.
Sie besitzt eine voll ausgestattete Küche. Beheizt wird die Hütte durch den Kamin im Aufenthaltsraum. Das Holz für die Nutzung des Kamins ist bei Vermietung selbst mitzubringen. Der Meitpreis setzt sich aus einem Festbetrag für die Nutzung und Abwasser sowie die Abrechnung von verbrauchtem Strom und Wasser zusammen. Zur Abrechnung werden die aktuell für unsere Hütte geltenden Strom und Wasserpreise genommen. Die Hüttenübergaben werden per Telefon mit dem entsprechenden Verantwortlichen angesprochen. In der Regel gilt Hüttenübergabe am jeweiligen Tag um 11:00Uhr. Die Hütte ist besenrein zu übergeben.
